Geschäftsbericht 2007

Vereinsinterna

Bei der Hauptversammlung am 24.03.2007 wurden als Vorstände Beate Fränznick und Silvia Reiss bestätigt. Guido Löscher wurde als Kassier entlastet und wieder gewählt. Kassenprüfer ist Armin Weimar. Schriftführerin bleibt Ilona Kampert.

Zur traditionellen „Frühlingswanderung“ trafen wir uns am 06.05.07. Gewandert wurde durch die Wolfsschlucht zur Burg Zwingenberg mit Mittagsrast in einer Dorfwirtschaft. Viele Wander hatten sich eingefunden und einen schönen gemeinsamen Tag mit viel Spaß.

Die Einnahmen der „7ten Cocina Afro-Latina“ (viele von Euch/Ihnen waren ja zum Schlemmen auf dem Gaffenberg) haben alle bisherigen Ergebnisse getopt. Vielen, vielen Dank nochmals allen Helfern: den Organisatoren, Köchen, Küchenhelfern, Dekorateurinnen, Auf- und Abbauhelfern, den Barfrauen, der Bedienungscrew, dem (damals kranken)DJ, der Getränkeausgabe und …last but not least…allen unseren Gästen!!!

Monatliche Sitzungen

Themen- und Arbeitsschwerpunkt dieses Geschäftsjahres war die Auseinandersetzung mit dem Thema Tröpfchenbewässerungssysteme in/für Afrika. Bedingt durch die Wasserknappheit müssen die wenigen vorhandenen Brunnen und Wasserlöcher immer tiefer ausgegraben werden, um damit dann wenige Erträge zu erreichen. Zudem versalzen die Böden stark. Erneut stehen Ernteausfälle und somit in Folge Hunger an. Nun gibt es bereits einen kleinen Schulgarten und ein Frauenprojekt mit Gemüseanbau. Hier gilt es, effizienter die knappen Wasserressourcen einzusetzen.

Wir erfuhren, dass im Norden Burkina Fasos so ein Projekt mit Tröpfchenbewässerung bereits gut funktioniert. Eine Dorfdelegation war in Quahigouya , um sich alles anzuschauen und vor Ort beraten zu lassen.

Alle standen diesem Projekt zunächst kritisch gegenüber. Wir haben Kontakt aufgenommen um zu vermitteln, was und wie wir uns das vorstellen und .auch finanzieren können. Wir gehen von einer sehr einfachen Konstruktion aus: Fässer in die manuell das Wasser geschöpft wird, einfache Schläuche, die mittels minimalem Gefälle das Wasser zu den Pflanzen leitet, ein so genanntes Niederdrucksystem. Gut war, dass Rainer und Annerose Maurhoff und Sylvia Reiss einen Afrikabesuch im Dezember geplant hatten. Sie haben vor Ort viel erreicht und selbst die Skeptiker konnten von dem Tröpfchenprojekt überzeugt werden. Erste Wasserschlaucheinkäufe wurden schon in Auftrag gegeben, die nötige Schulung der Lehrer und Frauen abgesprochen.

Brunnensanierung

Im Januar 2007 haben wir die Gelder für eine anstehende Brunnensanierungen überwiesen. Der zentral gelegene Brunnen, der hauptsächlich die Schule mit Trinkwasser versorgt, war schon seit längerem versandet und mit Bakterien belastet. Bei der Sanierung wurde der Brunnen auf 100m vertieft, weiter ausgeschachtet und mit verschiedenen Filtern ausgestattet, damit künftig eine gute Trinkwasserqualität gewährleistet werden kann. (siehe auch Bericht in HSt vom21.02.2008). Ganz aktuell haben wir im April 2008 Gelder nach Kollo transferiert, um die bestehenden Wasserlöcher im Frauengarten tiefer ausheben zu können. Dies gilt auch als vorbereitende Maßnahme für das Tröpfchenbewässerungssystem.

Geldspenden-Lebensmittel

Geldspenden-Lebensmittel Mitte des Jahres erhielten wir einen dringenden Brief mit der Bitte um Unterstützung der Schulspeisung, da sich ein Versorgungsengpass abzeichnete und die täglich einmalige Essensration der Schüler nicht mehr gewährleistet war. Wir haben als Soforthilfe einen größeren Betrag überwiesen, dieser hat bis Jahresende gereicht. Auf Grund der aktuellen Berichte von unseren „Afrikabesuchern“ und der Presse haben wir Euch/Sie noch einmal um Geldspenden für Lebensmittel gebeten, damit auch 2008, bis der Eigenanbau besser klappt, keine allzu große Not herrscht.

Vielen,vielen Dank allen Spender/innen wir haben ein tolles Ergebnis von jetzt bereits über 4000€ erzielt! DANKE

Einen wunderbaren Reisebericht über die Besichtigungen und Besprechung der Projekte vor Ort durch Silvia Reiss und Annerose und Rainer Maurhoff habt Ihr /Sie schon erhalten, darum soll das so jetzt reichen.

Unser Projekt in Bolivien

Bericht von Armin Weimar

Unser Projekt in Coripata( Yungas) ist nun endgültig in den Aufgabenbereich des bolivianischen Staates übergegangen, der somit auch die Weiterentwicklung und die Kosten dafür trägt. Die vom Verein bezahlten Schwestern haben den Schwerpunkt ihrer Arbeit auf die beiden Projekte in Tapacari ( Hochland des Alti Plano) und Cochabamba verlagert.

In Tapacari wie Cochabamba wird wie zuvor in Coripata das Ziel verfolgt, über die Ausbildung der „ Agentes de Pastoral de Salud“ ( Ersthelfer- bzw. Ansprechpartner vor Ort ) den verschieden Gemeinden auf dem Campo oder in den Elendsquartieren der großen Städte, direkte Hilfe und Beratung zukommen zu lassen. Hierfür werden die „Agentes“ in speziellen Schulungen zentral unterrichtet. Lehrer sind neben den Schwestern auch externe Helfer und Berater wie Ärzte, Naturheilkundler. Stärkung und Qualifikation der Ausbildung der im Projekt tätigen Mitarbeiter, steht immer im Vordergrund aller Bemühungen, da nur mit dieser Priorität den Herausforderungen des bolivianischen Alltags und den negativen Einflüssen der Globalisierung begegnet werden kann. Innerhalb dieser Arbeit ist jedoch ein Prozess entstanden. Es wird mit den Familien welche im „ Barrio 20 de Octubre“ leben ein integratives Gesamtkonzept entwickelt, um die Lebens- und Bildungssituation der Menschen zu verbessern. Empfänger und Nutznießer dieses Entwicklungsprozesses sind überwiegend kinderreiche Familien, Mittellose, Senioren und Kranke. Über die praktische Hilfe hinaus, dank der Kontinuität der Unterstützung und vielerlei Aktivitäten, resultiert eine Bewusstseinsbildung- und Änderung bei den beteiligten Personen.

Beate Fränznick
Vorstand

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